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Probleme mit Datenfunksystem FMS
Kollegen mindern Preis für Gerät im März 2003




Alexander Bierig



An
Taxi-Auto-Zentrale-Stuttgart e.G.


Betrifft:
Datenfunk System FMS
Nachbesserung und Minderungsandrohung


Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Umstellung des bisherigen Daten/Sprachfunksystems der Genossenschaft auf das GPS-gestützte Datenfunksystem FMS haben Sie mir für meinem Betrieb Geräte der Firma FMS verkauft. Diese Geräte und das System erfüllen die von Ihnen in dem Jahr 2002 auf der ausserordentlichen Generalversammlung 2002 zur Erläuterung des Systems und auf der ordentlichen Generalversammlung 2002 dargelegten Vorgaben in erheblichen Umfang nicht.
Nach der Einführung des Systems am 15. Januar 2002 schlossen Sie die Erprobungsphase ab und priesen das System und die Geräte als ausgereift an. Im Gegensatz zu Ihren Äusserungen ist das System und die Geräte bei weitem nicht ausgereift.
Normalerweise würde ich bei derartig hohem Anteil an Fehlfunktionen und Versagen schlichtweg Wandlung einfordern; da die Genossenschaft aber ein Monopol hat und dieses Datenfunksystem verwendet, bleibt mir dieser Weg verschlossen. Daher kann ich nach einer Nachbesserungsfrist, falls diese erfolglos verstreicht, nur Minderung geltend machen.
Mit den nachfolgend aufgeführten Mängeln kann ich den Wert des verkauften Gerätes mit 2.482,40 €uro netto nicht erkennen. Ich denke dass selbst ein Wert von 1.000,00 €uro noch weit überzogen ist, will diesen Wert aber als gerade noch akzeptabel bezeichnen.
Die Minderungsforderung ist daher mit 1.482,40 €uro anzusetzen.

Am Donnerstag, den 20. Februar 2003 habe ich an dem Gerät, welches dem System zugeschlagen ist folgende Mängel, die abgestellt werden müssen (als Mangel benennen sich Punkte, welche entgegen den Erklärungen und Versprechungen auf den beiden Generalversammlungen 2002 und denen der Schulung am 30. Jan 2003 nicht entsprechen):


- kein NFD verfügbar.
- keine Rauminfo auf Platzanfahren (im entsprechenden Sektor)
- Anmeldezeiten zu lange (Rekord trotz GPS-Empfang: Fahrt von Wangen nach Marienplatz ohne Einbuchung, manuelles Einlogen in Wangen möglich am Marienplatz) - dies verhindert einen geordneten Arbeitsbeginn.
- automatisches Umbuchen auf andere Sektoren zu lang, daran folgende manuelle Einbuchungen scheitern an Zeitsperren (man braucht um 23:00 Uhr keine sechs Minuten vom Taxiplatz Augsburg nach Uth-Dietbachstrasse; Auftragsannahme als Erster Marienplatz am Interconti - jeweils mit GPS-Empfang)
- Abstürze des Gerätes/System machen Reset nötig, da keine Tasten mehr angenommen werden - wir sind Taxifahrer und keine Elektriker
- keinerlei Vorbestellungsinfos je Sektor (man kriegt nur den Sektorspiegel - eine redundante Information)
- keine Informationen abrufbar - Gerät erzählt nicht einmal, ob es etwas unternimmt. (Dies führt zu häufigen und unnötigen Versuchen)
- keine Informationen über Auftragsaufkommen eines Sektors verfügbar, weder aktuell noch zurückliegend (Somit keine Information über Geschäftsaufkommen in Stuttgart)
- Durchsagen der TAZ nicht mehr auf Display. (Das konnte sogar das "veraltete" Heedfeld-Display besser)
- Auftragsvergabe (nicht Auftragsangebot!) trotz pauschaler Besetztfahrt bei Vorbestellungen (auch wenn Ziel- und Auftragsort extrem auseinander liegen: Wangen als Ziel, Flughafen als Auftrag bei Standort Marienplatz)
- Absturz wenn Platzauftrag bei gleichzeitigem Einsteiger (Uhr bereits angeschaltet, Gerät fordert Fahrtziel an), kein anschliessendes Arbeiten mehr möglich ohne Reset
- keine Abmeldung vom Fahrer wenn Gerät das Fahrzeug infolge gezogener Fahrerkarte abmeldet. Ergebnis: neuer Fahrer kann sich nicht anmelden und somit nicht arbeiten; Reset nötig
- kein Quittungsdruck möglich (im Gerät sind keine Unternehmensdaten hinterlegbar)
- keine Kreditkartenannahme möglich
- Zuteilung der Strassen an Sektoren teilweise unlogisch (auf der B27/Körschtalbrücke kann man nicht nach dem Fasanenhof fahren, Gaskessel zur Martinskirche usw.) Anders: System (er)kennt keine Strassenverläufe.
- Gerät verliert Position am Taxiplatz, bzw. bucht sich aus wenn Fahrzeugbatterie nicht mehr 100% Kapazität hat. (das Heedfelddisplay konnte das auch bei defekter Stützbatterie)
- SMS werden nicht im Gerät gespeichert.

Ich setze Ihnen eine Nachbesserungsfrist zur vollständigen Behebung aller oben bezifferter Mängel bis spätestens Sonntag, 2. März 2003.
Sollten diese Mängel ab 3. März 2003 nicht vollständig behoben sein, werde ich die Minderung je angefangener Woche in Höhe von 35,30 €uro in Abzug bringen. Dieser Abzug erfolgt je Gerät meines Betriebes.
Die Ihnen am 30. Januar 2003 erteilte Einzugsermächtigung zur Teilzahlung der Geräte widerrufe ich hiermit zum 21. Februar 2003. Den Widerruf und dieses Schreiben werde ich im Hause der Genossenschaft dem Vorstandsvorsitzenden Dietmar Plag an meinem heutigen Gesprächstermin um 15:00 Uhr abgeben.
Die anerkannte Summe je Gerät von 1.000,00 €uro werde ich zzgl. 160,00 €uro MwSt am Montag, den 3. März 2003 überweise.
Sollte der Minderungsanspruch entfallen, werde ich, wie ursprünglich vereinbart, 1070,00 €uro zzgl. 342,40 €uro Mwst überweisen und die Raten von 21,17 €uro per Dauerauftrag überweisen.
Mit freundlichen Grüssen





Bernd Hörmann

An
Taxi-Auto-Zentrale-Stuttgart e.G.



Betreff: Datenfunksystem FMS / Nachbesserung und Minderungsandrohung

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach der Einführung des Systemes am 15.Januar 2003 wurde von Ihnen die Erprobungsphase abgeschlossen, das neue System in Betrieb genommen und die Geräte verkauft.

Nachdem ich nun einige Zeit mit dem neuen Datensystem unterwegs bin, komme ich zu dem Entschluss, dass ich bei der Zahlung des Gerätes eine Minderung vornehme werde, da eine Wandlung aufgrund der Monopolstellung der TAZ nicht möglich ist..

Folgende Mängel veranlassen mich zu diesem Schritt:

1.) Drucker nicht funktionsfähig.
2.) Annahme von EC-Karte und VISA-Karte nicht möglich.
3.) Sektoreneinteilung katastrophal.
4.) Einbuchen an verschiedenen Taxiständen nur erschwert möglich. Teilweise muss man die Karte ziehen und sich neu einbuchen, wodurch gelegentlich andere Kollegen den eigentlich einem selbst zustehenden Platz einnehmen können.
5.) Bei Pauschalfahrten ist eine Annahme von Fahrten, innerhalb des Sektors in dem man sich befindet, möglich.
6.) Informationsabfrage funktioniert nicht.
7.) In Informationsabfrage für Vorbestellung gespeicherte Aufträge werden an beide Systeme verteilt, was zu unnötigem Bereitstellen führt.
8.) SMS werden nicht in Gerät gespeichert.
9.) Bei Start des Fahrzeuges können eingenommene Positionen und Aufträge verloren gehen, da anscheinend keine Pufferbatterie eingebaut ist, oder diese nicht richtig funktioniert.
10.) Keine NFD-Fahrten.
11.) Keine Daimlerabholungen vom Waldparkplatz aus.
12.) Sinnlose Vergabe von Aufträgen (z.B. angebotener Auftrag für Vaihinger Markt in Gärtringen)
13.) Informationen über die sich in einem Sektor befindenden Fahrzeuge nicht korrekt. Fahrzeuge werden teilweise doppelt geführt. Besetzte Fahrzeuge nicht. Dies führt zu falschen Informationen über die sich in einem Sektor befindenden Fahrzeug und zu unnötigen Lehrkilometern.
Da uns dieses System in seiner Vollständigkeit angepriesen wurde und wir auch den kompletten Betrag bezahlen sollen, bin ich der Auffassung, dass ein nur teilweise funktionierendes System auch nur teilweise zu bezahlen ist.
Daher setze ich Ihnen eine Nachbesserungsfrist zur vollständigen Behebung aller oben aufgeführten Mängel bis spätestens Sonntag, 2. März 2003
Sollten diese Mängel bis zum 3. März 2003 nicht vollständig behoben sein, werde ich eine Minderung je angefangener Kalenderwoche in Höhe von € 35,29 (incl. 16%MWSt.) vornehmen.
Ich bin dazu bereit einen Betrag in Höhe von € 1 000,00 für das Gerät und die Halterung (€ 33,64)
am 3. März 2003, also € 1 033,64 (incl. 16%MWSt. € 142,57), zu überweisen.
Falls die Mängel bis zu diesem Zeitpunkt vollständig behoben sind, wird der Gesamtbetrag in Höhe von € 2 516,04 von mir überwiesen.
Mit freundlichen Grüßen

Bernd Hörmann


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Hilfe!

Da ruft ein Kollege in Hektik und Stress um Hilfe...Schlecht zu verstehen...und der Standort geht unter, weil der Kollege zu früh spricht, noch bevor er die Sprechtaste drückt. Im dritten Anlauf, bei dem die Zentrale nach dem zweiten Ruf reagierte half ein anderer Kollege mit der Standortangabe aus: „Kegelenstrasse" . Zur Info: Das ist ein Taxiplatz, welcher nur zu Grossveranstaltungen auf dem Cannstatter Wasen benutzt wird. Z.Bsp Volksfest. Dem entsprechend ist dort ein sehr grosser Andrang an Kunden wenn die Veranstaltung schliesst. So war es auch am 4. Oktober 1998, als das Volksfest geschlossen wurde und der Kollege gegen 0:30 Uhr die Polizei benötigte. Als nun also der Standort bekannt war hat die Schichtleiterin sicherlich sofort die Polizei angerufen. Der mitarbeitende Disponent in der Taxizentrale vergab seine wichtigen Aufträge im Funk weiter. Alles also in Ordnung.

Wirklich????? Vergessen hat die Taxizentrale lediglich das wichtigste im Handeln nach einen Notruf. Es fehlte schlicht die Frage: „Ist ein Kollege an der Kegelenstrasse oder fährt dorthin zum Kollegen?"

Weils insgesamt glimpflich ablief interessiert's heute keinen mehr. Sollte es aber. Denn wichtiger als drei Minuten Wartezeit für unsere Kundschaft ist die Unversehrtheit unserer Kollegen. Nur ein unversehrter Kollege überhaupt kann unsere Kundschaft bedienen.
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Hilfe !?!

Da ruft ein Kollege verzeweifelt um Hilfe. Immer und immer wieder. Und keiner weis, wo der Kollege denn nun ist.
Und weil keiner zum Helfen kommt, sind die Kollegen unkollegial und die Taxizentrale Stuttgart ist schuld.

Wie sie immer schuld ist eben!

So einfach?

So einfach ist es nun doch nicht ganz...

bei den vielen Notrufen, welche immer wieder abgesetzt werden, schlägt immer wieder die Technik und ihre Tücken zu. So hört sich das oft etwa so an:" ...sse Polizei bitte. Überfall!" oder „...strasse Polizei bitte. Zentrale dringend!" oder schlicht „Hilfe Überfall." So ähnlich hört es sich auch an, wenn die Kollegen unmittelbare Unfallzeugen wurden und für Verletzte den Rettungsdienst anfordern.

Die Vorgabe für Notrufe ist vor allem „WO" ist „WAS" geschehen.

Ist doch soooo einfach...Nunja...

Nicht so ganz. Wenn man überfallen wird, hat man Hektik im Auto, Stress und evtl auch Panik. Ganz sicherlich aber furchtbar viel auf einmal zu tun. Und dann daran zu denken, wie man es richtig macht? Also bedenken, dass der Funk eine ganz kurze Zeit nach dem Drücken der Sprechtaste benötigt die Taxikennung zu senden und auch, um überhaupt mal erst auf Sendebereitschaft zu kommen. Da wir Menschen sind, und keine Maschinen, gibt es halt diese einfachen Sätze: „Zentrale schicken Sie schnell einen Krankenwagen, da liegt ein Mann unter einem Auto." Und hernach schlichtweg Funkstille. Warum? Weil man die Unfallstelle absichert, dem Verletzten hilft oder sich schlichtweg in einem heftigen Ringkampf um das Messer befindet.

Und dennoch gilt: Ohne Rücksicht auf Formalitäten, welche die Taxizentrale gerne hätte. Der Ruf muss sein: „WO" ist „WAS" und direkt dahinter „WAS" ist „WO".

Also: „Überfall in der Kegelenstrasse" und sofort „Kegelenstrasse Überfall" und ein drittesmal „Überfall Kegelenstrasse"

Nur wer viel und laut ruft hat eine Chance. Dabei interessiert nicht eine Anrede, sondern nur eines: „WO". Also der Standort. Und der muss raus! Nicht dass man die Polizei braucht. Das hört man auch so in der Taxizentrale Stuttgart (naja meistens jedenfalls...Es gab ja auch die Schichtführerin die den Kollegen trotz des Zusatzes „dringend" zurechtwies, wie die Funkordnung aussehe.)


Taxistiftung Deutschland
Sie kann auch für Dich sein!
Stuttgarter Bank, BLZ 600 910 00, Konto 2 744 100

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Kein Taxi für's Hotel Interconti?

Wie (fast) jedes Jahr gibt es in Stuttgart zum Volksfest auf dem Cannstatter Wasen einen Volksfestumzug. Nicht so gross wie die Steubenparade in Amerika, aber immerhin. Dazu müssen natürlich Strassen gesperrt werden, unter anderm auch die B14, die Konrad Adenauer Strasse, an der der Haupteingang des Hotels Interconti sich befindet. Nun hat die Polizei die Strassen bereits anderthalb Stunden vor dem Beginn des Umzuges gesperrt. Dies wurde auch der Taxizentrale Stuttgart mitgeteilt. Also ca ab 9:30 Uhr morgens. Kurz vor 10:00 Uhr musste dann ein Gast mit Gepäck dringend zum Flughafen. Die sicherlich freundliche, aber garantiert genauso ortsunkundige Telefonistin in der Taxizentrale Stuttgart wusste nur, dass die B 14 gesperrt. war. Somit das Hotel Interconti unerreichbar. Dass das Hotel einen Hinterausgang hat, zu erreichen über Landhaus/Kernerstrasse, hat die Dame aber nicht gewusst. Sie erklärte dem Hotel kurz und bündig: "Es ist Umzug. Wir können Ihnen jetzt kein Taxi schicken!" In seiner Not wandte sich das Hotel an ein ihm bekanntes
Grossraumtaxiunternehmen. Der Unternehmer schlug dem Hotel vor doch zum Hinterausgang zu kommen und auch das Gepäck halt etwas umständlich dorthin zu bringen. Es geschah dann so und der Kunde des Hotels wurde auch ein Kunde des Taxigewerbes und kam glücklich und rechtzeitig zum Flughafen.

Bleibt die Frage, bei welcher Institution das Hotel zukünftig interessante Taxifahrten (und das sind alle, welche weiter als zum Hauptbahnhof sind) plazieren wird. Beim grossen wie der Taxizentrale Stuttgart oder beim flexibleren und somit kundennäherem wie einem Grossraumtaxiunternehmen?

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Taxiplatz anfahren

Damit jeder Kunde möglichst schnell zu seinem Taxi kommt, hat man die Rufsäulen an Stuttgart´s Taxiplätzen umgebaut. So kann man dort kostenfrei ein Taxi bestellen oder wenn es brennt, einen Notruf absetzen. Innerhalb der derzeitigen Funkrichtlinien der Taxizentrale Stuttgart (Okt. 1998) läuft das dann für den Taxifahrer(für die Kolleginnen selbsverständlich genau gleich) in etwa wie folgt ab:

Wangen?
Wer fährt an?
Bitte wer fährt Wangen an?
anschliessend im Minutenabstand:(nach ca zehn Minuten wird der Auftrag als nicht vermittelbar abgelegt)
Bitte wer fährt Wangen an?

Der Kollege, der nun sich meldet, verspricht lediglich, dass er zu diesem Taxiplatz hinfährt. Eine Garantie darauf, dass der Kunde für ihn auch da ist, hat er nicht. Ist auch klar aus des Kunden Sicht. Der Kunde wie auch die Kundin hat ein Taxi bestellt an der Rufsäule. Und es kommt ein Taxi. Also hat die Kundin ihr Taxi und ist glücklich. Dass dieses Taxi unter Umständen nicht das an den Platz geschickte ist, braucht die Kundschaft nicht zu interessieren.

So kommt es immer häufiger vor, dass sich kein Kollege für diesen Auftrag „Taxiplatz anfahren" meldet, da er eine Verpflichtung eingeht und für andere Aufträge nicht zur Verfügung stehen kann. Und das mit einem hohen Risiko, dass die Kundschaft in einem anderen Taxi sitzt. Oder die Kollegen nehmen diese Aufträge an und führen sie nicht weiters aus. Somit hat lediglich die Taxizentrale ihre Aufgabe erfüllt und kann weiterhin ihre Statistik über vermittelte Aufträge stolz vorzeigen.

Das Vorgehen ist dennoch nicht ganz sinnlos. Stellt es doch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sicher, dass die Kundschaft überhaupt ein Taxi erhält.(wenns nun mal bei der derzeitigen ruhigen Geschäftslage vorkommt, dass ein Taxiplatz unbesetzt ist)

Es läuft aber sicherlich ins Leere, wenn Taxiplätze an Grossveranstaltungsorten wie Wasen (Volksfest im September/Oktober jedes Jahr) oder an der Hans-Martin-Schleyer-Halle liegen. Plätze, welche dann ein kurzes, aber sehr heftiges Fahrgastaufkommen haben, zum Beispiel wenn das Volksfest seine Pforten schliesst. Man fragt sich wirklich, was Mitarbeiter und auch Schichtführer der Taxizentrale Stuttgart denken, wenn sie um 23:15 Uhr (15 Minuten nach offizellem Schluss des Volksfestes) acht(!) Taxen gezielt an den Taxiplatz Wasen (das ist der Taxiplatz am Volksfest) schicken.(diese acht Taxen waren ein Spitzenwert als Block...das gezielte Schicken mehrerer Fahrzeuge zum Wasen oder Kegelenstrasse geschah jeden Tag mehrfach) Zu einer Zeit, an der mit Sicherheit dreissig bis vierzig Menschen überhaupt auf ein Taxi an diesem Taxiplatz warten. Dabei wird das eingangs beschriebene Verfahren angewandt und somit ein hoher Zeitaufwand in eine Auftragsvergabe investiert. Ein Zeitauftwand, der alleine deshalb unnötig ist, weil jeder Taxifahrer und jede Taxifahrerin im Grossraum Stuttgart diese Zeiten und den Taxibedarf kennt. Zeit und Aufwand, der zu Lasten anderer Kunden in ihren Wohnungen, Restaurants, Hotels oder Betrieben geht. Offenkundig arbeiten in der Taxizentrale Stuttgart überwiegend Disponenten und Schichtleiter denen das Taxigewerbe fremd und die Kundschaft und die Kollegen und Kolleginnen völlig „wurscht" sind.

Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben...vielleicht darf der einzige noch Taxi fahrende Vorstand der Taxizentrale Stuttgart dem Leiter der Funkzentrale und den Schichtleitern (welche vermutlich auch nicht mehr Taxi fahren) diese Feinheiten irgendwann einmal darlegen.
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Vergesslich?

Die EDV der modernsten Taxizentrale Deutschlands (O-Ton Taxizentrale), der Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart kann derzeit (Dez.98) den Taxinummern keine Ersatzkennungen zuordnen. Es gibt also keine Möglichkeit, der EDV beizubringen, die (als Bsp) gesendete Funkkennung 135 nach der Taxikennung 531 zu übersetzen oder auch nur zuzuordnen und anschliessend als 531 weiterzuverarbeiten (siehe dazu auch:
Kölner (Berliner usw...) Taxis... in Stuttgart?). Das macht nichts, da man dieses einfach handschriftlich löst. Sprich, es gibt eine Liste, auf welcher dann notiert wird: "135 ist in Wirklichkeit 531". Mitteilen muss man das der Taxizentrale telefonisch entweder einem Schichtfüher oder am besten dem Leiter der Funkzentrale.

So geschah es auch dieser Tage. Mitgeteilt wurde vom Chef des Taxis 531 dem Leiter der Funkzentrale persönlich, dass anstelle der Kennung 531 das Taxi die Funkkennung 135 liefern wird für zwei Tage. Und wieder wurde es spannend: Nachdem zum drittenmal im Funk der 531 als 135 (man sollte eigentlich meinen, dass das perfekt geschulte und engagierte Personal der Zentrale weiss, dass es kein Taxi 135 gibt) angesprochen wurde, gabs einen vehementen Anschiss vom Schichtführer in der Taxizentrale: "Es ist unverschämt mit der Ersatzkennung zu fahren ohne dies der Taxizentrale mittzuteilen!" und man soll das gefälligst zukünftig sofort machen.

Bleibt die Frage, ob die Person des Leiters der Funkzentrale nicht genau der richtige Ansprechpartner ist für Kennungsänderungen. Oder wem man Änderungen der Funkkennung sonst mitteilen sollte, damit die Änderung auch den Mitarbeitern der Funkzentrale bekannt wird.
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dilettantischer Datenschutz?

Die Taxi-Zentrale-Stuttgart e.G. hat auf ihrer Generalversammlung 1998 beschlossenen einen sogenannten Fahrerausweis einzuführen. Nach anfänglichen Problemen, vor allem den Umfang der Datensammlungswut der Taxizentrale betreffend existiert dieser Ausweis nun. Umstritten wie der Ausweis ist unter den Stuttgarter Taxifahrern und -innen, wird der Ausweis und seine Handhabeung sehr misstrauisch beäugt. Vor allem der allzu sorglose Umgang mit persönlichen Daten, welchen die Taxizentrale in vergangen immer wieder aufzeigte, bereitet vielen Kollegen Sorgen.

Anscheinend sind diese Ängste sehr berechtigt.

Dieser Fahrerausweis muss nun, damit er auch glaubhaft bleibt, kontrolliert werden; sonst bleibt dieser Ausweis wie auch etliche Vorgaben der Betriebsordnung Makulatur. Die Kontrollen erfolgen derzeit (Mai 99) auch ganz massiv. Soweit so gut.

Sicher klar ist, dass ein Kontrollierter, der sich ungerecht behandelt fühlt, oder einfach ein negatives Kontrollergebnis erfährt, eine dicke Wut im Bauch haben kann. Und diese Wut kann sich in recht unangenehmen Erscheinungen wie aufgeschlitzte Reifen, Todesanzeigen, Sexbestellungen, Kot im Briefkasten, Telefonterror (wir berichteten an anderer Stelle) usw niederschlagen. Unangehm sind diese Exzesse ganz vorne mit Sicherheit für Kontrolleure mit Familien und Kindern.

Weltweit gibt daher ein guter und um seine Mitarbeiter besorgter Dienstherr bei solch kritischen Angelegenheiten niemals den Wohnort des Mitarbeiters an sondern die Anschrift des Betriebes.

Aber keine Regel ohne Ausnahme: In diesem Fall heist die Ausnahme: Taxi-Auto-Zentrale-Stuttgart. E.G.!

Der Ausweis von der Taxizentrale hat in etwa folgenden Aufbau:

Kontrollausweis der Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart E.G. Die kontrollierende Person ist berechtigt, Mitglieder der Genossenschaft nach der Massgabe der Betriebsordnung zu kontrollieren so in etwa lautet der Tenor; für eine Kopie lag kein Muster vor
Herr:     Ilona Bierig
Strasse: Munderkinger Strasse 23
Stadt:    Stuttgart
Unterschriften dreier Vorstände


Man muss sich wirklich fragen, wann denn die Taxi-Zentrale-Stuttgart es lernt, dass genau dieser sorglose Umgang mit persönlichen Daten die Kritiker der Zentrale ständig und ständig auf den Plan ruft.

Es kann doch wirklich nicht sein, dass die Führung der Taxizentrale die Sorgen ihrer Kritiker erst dann versteht, wenn einem der Kontrolleuere oben beschriebenes geschieht. Und solange die Führung der Taxizentrale und die Aufsichtsräte derartiges Preisgeben von persönlichen Daten für vollkommen in Ordnung hält und somit Ängste und Sorgen wachhält, sich die steten Kritiker erneut und erneut bestätigt sehen - solange wird es in Stuttgart Differenzen und sinnlose Energievergeudung geben.

Dass dann die Taxizentrale kein weibliches Geschlecht kennt ist wirklich nur noch traurige Nebensache.
Im Gesamtbild aber symptomatisch für die Missachtung der Genossen und -innen.



Kleine Sünden - grosse Sünden?

Das Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Stuttgart ist die Kontrollbeörde der Taxen, dass alles mit rechten Dingen zugeht (In anderen Städten ist es oft auch das Landratsamt)

Da die Behörden häufig nur die etwas gröberen Vergehen anden, haben die lokalen Taxizentralen meistens noch einen etwas erweiterten Strafenkatalog für die kleineren Sünden .

So auch die Taxi-Zentrale Stuttgart.

Ein wirklich schweres Vergehen ist es in den Augen der Taxifahrer und -innen, wenn eine Fahrt abgelehnt wird: Sprich ein Fahrgast nicht befördet wird.

Die Schichtführer der Taxizentrale notieren ein solches Vergehen, hören den betroffenen Kollegen dazu und melden anschliessend den Vorgang dem Vorstand, damit dieser eine Strafe nach Anhörung des betroffenen Fahrers ansetzen kann.

So geschah es, dass eine Schichtführerin der Verstoss "Fahrtablehnung" dem Vorstand zu weiteren Bearbeitung ohne weitere Infos meldete. Der Vorstand lud den Kollegen vor und eröffnete dem doch überraschten Kollegen den Tatvorwurf.

Dieser wehrte sich sehr heftig: "Wenn diese (zensiert) von Schichtführerin doch nur besser zuhören würde. Ich habe ihr am Telefon lang und ausführlich erklärt, dass der betrunkene Fahrgast bereits beim Einsteigen am Taxiplatz im Taxi randalierte und der Kollege hinter mir bei ihr für mich die Polizei anfordern musste.
Die Polizei hat den Fahrgast dann mit aufs Revier genommen!"



Kolleginnen und Kollegen, Ihnen ist ähnliches bereits aufgefallen?
Schreiben Sie es uns. Oder berichten Sie im Forum Ihre Meinung!?! darüber.


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le 03.04.2003